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Von Tim Bordel / AusbildungBlog

Studienfahrt nach London mit der IT14

Zum Unterricht in der Berufsschule gehört auch das Fach Englisch, da im IT Bereich sehr viele Begriffe aus dem Englischen kommen. Unser Englisch-Lehrer hat unserer Berufsschulklasse zu Beginn des Schuljahres angeboten, mit ihm eine England-Fahrt zu machen, da er dies mit jedem Jahrgang macht und immer gute Erfahrungen gemacht hat. Wir haben sofort zugestimmt. Nun musste die Fahrt nur noch von der Schulleitung und den Betrieben genehmigt werden. Dies klappte auch alles ohne Probleme und wir konnten bald mit der Planung des Tagesprogramms beginnen und uns, aufgrund der kleinen Klassengröße, sehr schnell auf den Reiszeitraum vom 17. bis zum 21. Februar 2015 einigen.

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Nun war es endlich soweit. Der 17. Februar war gekommen und die Sachen waren gepackt. Nun hieß es um 4:00 Morgens aufstehen und zum Treffpunkt fahren, um dort von unserem Lehrer, der einen Kleinbus gemietet hatte, eingesammelt zu werden. Wir fuhren zum Bremer Flughafen und kamen schnell durch die Sicherheitskontrollen und warteten auf unseren Flieger, der um 7:30 starten sollte.

Nach einer Stunde Flug landeten wir also in London und gingen direkt zu den Busterminals. Uns brachte ein Bus vom Flughafen bis mitten ins Bankenviertel von London, zur Liverpool Street. Die Busfahrt war schon aufregend, da London ein ganz anderes Pflaster ist als alle Städte die ich kenne. Alles geht so schnell und hektisch zu, die Straßen waren so voll von Autos und Menschen, ein richtiges Gewusel. Als wir aus dem Bus stiegen besorgten wir uns am nächsten Bahnhof eine Travelcard, mit der wir während unseres Aufenthaltes, ohne ständig neue Tickets zu ziehen, mit U-Bahn fahren konnten. Die nächste Station war unser Hotel welches, überraschender Weise, in einer sehr noblen Gegend Londons lag. Dort konnte man Autos sehen die man nicht alle Tage sieht. Es ging von den schicksten Mercedes über Ferrari bis hin zum Rolls Royce mit Chauffeur. Als nächstes gaben wir unser Gepäck ab und zogen sofort los in den Hyde Park der nur knappe 500 Meter von unserem Hotel entfernt lag.

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Der erste Tag wurde mit einem sehr langen Spaziergang gefüllt der zu allen Sehenswürdigkeiten des Hyde Parks führte. Wir kamen am Buckingham Palace vorbei und am Wellington Arch. Gegen Abend bezogen wir unser Hotel und gingen noch in ein Pub, wo wir was essen und trinken konnten. Die Atmosphäre ist echt anders als in deutschen Kneipen, alles in dunklem Holz gehalten und sehr gemütlich.

Am Nächsten Tag fuhren wir in den Bletchley Park, wo der erste entwickelte Computer der Welt steht. Der Park spielte im zweiten Weltkrieg eine entscheidende Rolle im Sieg über Nazi-Deutschland. Hier wurde daran gearbeitet, Nachrichten des deutschen Militärs zu deschiffrieren. Eine Nachbildung des „Colossus“, so hieß dieser erste Computer, konnten wir im „National Museum of Computing“ auch in Betrieb erleben. Eine hochinteressante Sache. Der „Colossus“ ist, wie der Name schon sagt, ein echt riesiges Gerät welches nicht wie heutige Rechner, frei programmierbar war, sondern nur einer Sache diente. Er sollte nur Nachrichten entschlüsseln. Dies geschah über bis zu 2500 Elektronenröhren. Die eigentliche Nachricht wurde innerhalb von Sekunden über einen Lochstreifen photoelektrisch abgelesen.

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Die restlichen Tage wurden mit vielen anderen Besichtigungen gefüllt, wie zum Beispiel der St. Pauls Kirche, auf die wir hinaufgestiegen sind und von dort man einen großartigen Blick über London hatte, und dem Hampton Court. Zwei wichtige Einrichtungen in Englands Geschichte.

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Am letzten Tag haben wir noch einmal eine Bootstour über die Themse gemacht. Dort hatten wir einen sehr schönen Blick auf London. Wir kamen an vielen berühmten Gebäuden vorbei, wie dem London Eye und der London Tower Bridge. London ist eine sehr interessante Stadt da alte mit neuer Architektur zusammenschmilzt und es wirklich an jeder Ecke Sachen zu entdecken gibt.

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Abschließend kann ich sagen, dass mir die Reise sehr gut gefallen hat. Ich hatte so die Möglichkeit mein Englisch ein wenig zu verbessern, auch wenn es nur ein paar Worte waren. Schon das Sprechen an sich war klasse, da man nach einiger Zeit gemerkt hat, dass man sich wirklich auf Englisch unterhalten kann. Ganz besonders war es sich im National Museum of Computing mit dem Personal über die Geschichte der Computer zu unterhalten. Hierbei kamen auch viele Fachbegriffe vor, die man noch nicht kannte aber im Zusammenhang sofort verstanden hat.