satMess1
Von Tim Bordel / BlogFernsehenSatellitenfernsehen

Satellitenempfang für ein Mehrfamilienhaus

Wir erhielten den Auftrag, bei einem Mehrfamilienhaus, das einen Kabelanschluss hatte, die Umstellung auf Satellitenempfang vorzunehmen und eine neue SAT-Anlage zu montieren. Der Grund dafür war, dass es häufig zu Empfangsstörungen und zu Ausfällen der Fernsehprogramme gekommen war. Wir haben uns für eine Einkabellösung entschieden, da damit das im Haus schon bestehende Kabelnetz weiter genutzt werden kann und somit nur neue Kabel von der Satellitenschüssel bis zum Verteiler zu verlegen sind. Vor allen Planungen stand die Prüfung des vorhandenen Kabelnetzes. Sind die mit der Alterung der Antennenkabel einhergehenden, frequenzabhängigen Dämpfungswerte zu groß, müssen nämlich auch alle Antennenkabel erneuert werden, was mit erheblichen Kosten und Umständen verbunden wäre.

satMess1

  • Der zu untersuchende Frequenzbereich umfasst eine Spanne von 1150MHz.
  • Die Startfrequenz liegt bei 900MHz, die Stoppfrequenz bei 2050MHz.
  • Die Pegeldifferenz zwischen dem Eingangssignal und dem Ausgangssignal beträgt bei 1000MHz etwa 7dB, bei 2050MHz etwa 12dB.
  • Das ergibt eine Schräglage zwischen den beiden Eckpunkten von 5dB.

Das Antennenkabel ist etwa 40m lang und 10 Jahre alt, die Übertragungsfunktion ist aber immer noch einwandfrei.

Anmerkung zum Messergebnis:
Die Unregelmäßigkeiten im Pegelverlauf zeigen eher den Impedanzverlauf des Messgerätes, als dass sie Rückschlüsse auf Ungleichmäßigkeiten des Antennenkabels zuließen. Die Leistungsangabe 60.2dBµV darf ebenfalls nicht irritieren, es handelt sich hierbei um das Ergebnis einer Leistungsmessung bezogen auf eine Bandbreite von 8MHz. Diese vom Messgerät gleichzeitig ausgeführte Messung spielt aber für die hier angestellten Betrachtungen zur Dämpfungsbeurteilung des Antennenkabels keine Rolle.

Nach diesem positiven Messergebnis konnten wir dann auch mit der eigentlichen Montage beginnen.

SatMess2

Als ersten Schritt haben wir uns das Gebäude angesehen, um zu gucken, wo und wie wir die Kabel verlegen wollen. Dabei mussten wir darauf achten, dass die Satellitenschüssel ohne Hindernisse, die den Empfang beeinträchtigen könnten, montiert werden kann. Somit kam nur die Vorderseite in Frage. Im Gebäude an sich konnten wir durch einen langen Kellergang zum Verteiler gelangen. Dazu mussten wir lediglich durch drei Tür Bogen bohren. Dieser Vorgang stellt normalerweise kein Problem dar, was aber bei diesem Auftrag gänzlich anders war. Dazu aber später mehr.

Zunächst fingen wir nämlich erst einmal damit an, unten im Keller die grundlegende Verkabelung im Haus fertig zu stellen. Anschließend kamen wir zum bereits eingangs erwähnten Bohren durch die Wand oberhalb der Türen. Als wir begonnen hatten, stellten wir sehr schnell fest, dass diese Wand aus ziemlich weichen Beton ist und wir höllisch aufpassen mussten beim Durchbohren der jeweils anderen Seite nicht Unmengen an Beton abzuschlagen. Dies gestaltete das Bohren zu einer echten Herausforderung. Nach einiger Zeit jedoch hatten wir es mit minimalem Betonverlust  geschafft durch alle drei Wände zu kommen. Nun mussten wir eine Möglichkeit finden, die neuen Kabel geschickt und nicht für jedermann  sichtbar zu verlegen. Dazu verwendeten wir Fertigbaurohre und befestigten sie mit Schellen an der Wand. Dies machten wir bis zu dem Raum, in dem der Verteiler später aufgehängt wird.

Draußen hatten wir die Aufgabe eine neue Satellitenschüssel zu montieren. Wir haben also zuerst die Position des Satelliten mithilfe unseres Messgerätes gesucht, um schon einmal die Ausrichtung der Antenne grob einschätzen zu können. Nachdem wir das getan hatten , konnten wir die Bohrungslöcher ausmessen und anschließend die Halterung befestigen. Nun mussten wir nur noch den Rest der Schüssel anbringen und die neuen Kabel an das LNC der Schüssel anbringen. Die Kabel haben wir draußen ebenfalls mit den Fertigbaurohren und ein wenig Isolierschlauch, den wir für die Ecken und Kurven benutzt haben, verlegt.

Abschließend prüften wir nochmals den Empfang und vergewisserten uns das dieser auch gut ist und durften uns ein weiteres Mal von einer zufriedenen Kundschaft verabschieden.